Bike and Hike Oman

Oman

Der Oman liegt im Osten der Arabischen Halbinsel und ist mit einer Fläche von 309 500 km² etwa so groß wie Italien (301.338 km²). Mit einer Gesamtbevölkerung von nur ca. 2,6 Millionen Menschen ist der Oman jedoch extrem dünn besiedelt und besteht weitestgehend aus menschenleerer Naturlandschaft mit 1700 km Küste, Sandwüsten und zwei großen Gebirgszügen deren höchste Erhebung der Jabal Shams (Sonnenberg) mit 3009 m ü. NN ist.

Etwa 25% der Prozent der Bevölkerung sind Gastarbeiter, die hauptächlich aus Indien, Pakistan oder Bangladesh kommen und im Oman in allen Bereichen der Privatwirtschaft präsent sind.

Die Hauptstadtregion Maskat ist mit mehr als 1 Million Einwohnern das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes. Von hier aus regiert auch Sultan Qaboos bin Said seit dem 23. Juli 1970 das Land, das offiziell auch Sultanat Oman heißt.

Dank der guten Regierung ist es gelungen, den Oman, der bis 1970 ohne Strom, Radio, Fernsehen, Teerstraßen, moderne Schulen, Krankenhäuser, ohne zentrale Institutionen eines modernen Staates nach außen hin verschlossen gleichsam im Mittelalter lebte, in nur 40 Jahren in die Moderne zu führen. Mit den Einnahmen aus der Öl- und Gasförderung wurden im ganzen Land Schulen, Krankenhäuser, Strom, Telekommunikation, Wohnhäuser und ein modernes Staatswesen aufgebaut und alles mit einer guten Verkehrsinfrastruktur verbunden. Dieser Prozeß hält bis heute an und so werden auch in den nächsten Jahren weiterhin jährlich Milliardensummen in den Ausbau der Straßen, Flughäfen und Häfen investiert.

Diese Politik ermöglichte es den Omanis auch weiterhin in Ihren Dörfern in Ihren angestammten Regionen leben zu bleiben und nicht auf der Suche nach besseren Lebensbedinungen in die Städte abwandern zu müssen. All dies geschah ohne dabei den arabischen Charakter des Landes und seine Traditionen zu zerstören. Im Oman gibt es keine Wolkenkratzer, stattdessen wurden die vielen alten Burgen des Landes sorgfältig restauriert, die heute besichtigt werden können.

Dem Besucher des Landes bietet sich damit im Oman die Möglichkeit traditionelle Lebensweise und somit den Zauber Arabiens in einem modernen und sicheren Land erleben zu können. Wobei die Omanis selbst eines der besten Argumente sind, dieses Land zu besuchen. Die Einheimischen sind ausgeprochen offen und tolerant gegenüber Fremden und man kann sich im Land völlig frei bewegen. Besucher können die omanische Gastfreundschaft erfahren, wenn Sie einer der häufigen Einladungen zu Tee, arabischem Kaffee und Datteln folgen, was man gefahrlos tun kann.

Al Hamra

Al hamra Oman

Al Hamra ist eine 400 Jahre alte Oase auf 670 m ü. NN im westlichen Hajargebirge gelegen. In der unmittelbaren Umgebung befinden sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie z.B. die große Al Hoota Schauhöhle, die mächtige UNESCO Weltkulturerbe Burg von Bahla, das wunderschöne Schloß von Jabrin, das malerische Bergdorf Misfat Al Abriyeen und die höchste Erhebung des Landes der Jabal Shams (Sonnenberg) mit 3009 m ü. NN.

All das fernab der großen Verkehrströme ohne Durchgangsverkehr und somit ein idealer Ort um Ruhe und Erholung zu finden. Ein Netz aus kleinen geteerten Straßen verbindet die Orte und Ortsteile, die mit Ihren Palmplantagen und grünen Feldern den für das ganze Land so typischen Kontrast zu den kargen Bergen liefern. Zusätzlich existieren ungeteerte Fahrwege, die vom Tal bis rauf auf 2300 m Höhe reichen und teils abenteurlich und steil sind.

Es gibt in Al Hamra eine Einkaufsstraße mit mehreren kleinen Supermärkten, einfachen Restaurants, einer Apotheke und Banken mit Geldautomat. Auch in Al Hamra leben viele Gastarbeiter aus Indien, Bangladesh und Pakistan und arbeiten in den Geschäften oder auf den Plantagen am Ort. Aus Kostengründen legen diese weitere Distanzen im Ort mit dem Fahrrad zurück und machen so schon heute Al Hamra zur Radhauptstadt im Oman. So sind teilweise mehr Räder als Autos auf den Straßen unterwegs. Bei den Rädern handelt es sich allerdings um Billigware aus Fernost, die schon ab 35 OMR in den 2 Radgeschäften am Ort zu kaufen sind.

Dem offenen Besucher bietet sich also in Al Hamra die Möglichkeit sowohl mit Omanis als auch mit Menschen vom indischen Subkontinent in Kontakt zu kommen, z.B. in einem Besuch der Restaurants.

Aber auch einige Omanis von jung bis alt ziehen das Rad dem Auto vor, während die meisten allerdings mit dem Auto unterwegs sind. Da viele Einwohner Al Hamras in Maskat arbeiten und Wochenendpendler sind, ist es unter der Woche im Ort noch ruhiger als es eh schon ist.


Radregion

Bike ridding oman Aus dieser Situation ergibt sich auch die Charakteristik der Radregion Al Hamra. Die Radregion Al Hamra erstreckt sich vom Tal mit 670 m bis auf 2300 m Höhe und umfasst ein Gebiet von ca. 900 km².

Auf den Touren fährt man entweder auf kleinen verkehrsarmen Straßen oder offroad auf Fahrwegen, die vereinzelt von den Omanis mit Ihren Geländewägen benutzt werden. Aufgrund der dünnen Besiedlung und fehlender Industrie ist es auf Tour im Oman meist sehr ruhig und die Luft ist sauber. Die Stille der Berge ist ein herausragendes Element im Oman, da aufgrund der geringen Vegetation nicht einmal Bäume rauschen.

Auch wenn die Fahrwege so breit wie unsere Forst- und Feldwege sind, sind sie doch oft viel steiler und bei weitem nicht so gut verdichtet und planiert. Das Fahren erfodert daher mehr Kraftaufwand und Aufmerksamkeit, was natürlich einen guten Trainingseffekt darstellt. Bei jedem Regen werden Teile der Wege ausgwaschen, mehr Schotter angehäuft oder der Weg abschnittsweise komplett zerstört. So ist dieselbe Tour von Woche zu Woche unterschiedlich zu fahren.

Die von vielen so geliebten fahrbaren Singletrails sucht man leider noch vergeblich. Es gibt zwar abschnittsweise noch die alten Wanderwege, die Singletrailcharakter haben, doch müssen diese zuerst aufgenommen und dann von Steinen gesäubert werden, um sie durchgehend fahrbar zu machen. Wir hoffen schon bald erste Abschnitte bekanntgeben zu können. Was es allerdings schon heute gibt sind Singletrails durch die Plantagen im Tal, die auch jede Menge Fahrspaß bieten.

Konflikte mit Wanderern oder Förstern gibt es im Oman natürlich nicht. Im Gegenteil werden Sie als Radfahrer überall begeistert begrüßt und bestaunt werden, wobei ein Anhupen kein Akt der Aggression darstellt, sondern die Hupe hier vielmehr zur Kommunikation dient und man sich einfach freut Sie zu sehen!

Mit nur etwa 100 km kleiner Teerstraßen bietet die Region sicher kein Revier für Rennradstreckentraining, aber mit ihren Bergen durchaus für ernsthaftes Bergtraining. Näheres finden Sie im Abschnitt Rennrad auf unserer Internetseite.

Als Fazit lässt sich festhalten, dass die Bikeregion Al Hamra mit 8 verschiendenen geführten Radtouren in drei verschiedenen Leveln in alle 4 Himmelsrichtungen gute und abwechslungsreiche Radsportbedingungen in einem interessanten fernen Land bietet, dass nicht mehr Europa, aber dennoch sicher und gut organisiert ist und in dem freundliche Menschen und bestes warmes Winterwetter jeden Besucher begeistern werden.

Klima

Climate of Oman Die beste Reisezeit und somit Hauptsaison ist von Oktober bis April, wenn das Klima in etwa dem Sommer in Mitteleuropa entspricht nur viel stabiler und sonniger ist. Mit Tagestemperaturen um 25 Grad Celsius im Tal finden Sie ideale Bedingungen Ihren Sport zu genießen. Nur vereinzelt kommt es zu kurzen nachmittäglichen Gewittern, die aber auch eine willkommene Erfrischung darstellen. Ganze Regentage sind die absolute Ausnahme. Weiter oben in den Bergen kommt es nachts im Winter sogar zu Frost, wobei die starke Sonne tagsüber die Temperaturen auch hier immer über 20 Grad ansteigen lässt. Es empfiehlt sich dennoch die Mitnahme von leichten Jacken um Abfahrten, etwaigen Wind und die kühleren Nächte gut zu überstehen.

Zu Ihrer besseren Orientierung finden Sie hier drei relevante Wettervorhersagen

Wobei Bahla dem Klima im Tal entspricht. Al Hamra ist jedoch immer ein bisschen kühler und feuchter.

Sayq entspricht dem Klima auf 2000 m Meereshöhe, eine Höhe in der auch einige unsere Touren führen, die bis auf maximal 2500 m ü. NN gehen.

Jabal Shams entspricht dem 3000 m Höhenniveau in dem wir aber keine Touren anbieten, da der Fahrweg zum Gipfel bis dato dem Militär vorbehalten ist.